Die Lage am Wohnungsmarkt beschäftigt Politik, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermassen. Steigende Mieten, knapper Wohnraum und unterschiedliche politische Rezepte prägen die aktuelle Debatte – auch im Kanton Zürich.
Vor diesem Hintergrund stimmt die Zürcher Stimmbevölkerung am 14. Juni über zwei Vorlagen ab: die Wohnschutz- und die Wohnungs-Initiative. Beide greifen mit zusätzlichen Regulierungen tief in den Wohnungsmarkt ein und werfen die grundlegende Frage auf, wie sich Angebot, Preise und Investitionen künftig entwickeln werden.
Angesichts dieser radikalen Rezepte ist eine fundierte Diskussion umso wichtiger. Im Zentrum des Frühstücksevents steht eine neue Studie des Forschungsinstituts Sotomo. Sie vergleicht die Entwicklung von Wohnkosten, Wohnungsangebot und Zustand der Wohnungen in den vier grössten urbanen Zentren der Schweiz. Im Fokus steht dabei ein systematischer Vergleich unterschiedlicher regulatorischer Rahmenbedingungen – und deren Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt.
Die Studie liefert damit eine fundierte Grundlage für die aktuelle wohnpolitische Diskussion: Wie entwickeln sich Wohnungsmarkt und Wohnkosten in unterschiedlich regulierten Städten – und welche Schlüsse lassen sich daraus für den Kanton Zürich ziehen?
Aus Sicht der Zürcher Handelskammer entsteht nachhaltige Entlastung nur, wenn das Wohnungsangebot mit der Nachfrage Schritt hält. Entsprechend zentral ist die Frage, welche Rahmenbedingungen Investitionen ermöglichen – und welche sie bremsen.
Nach einem Inputreferat von Michael Hermann, Politgeograf und Geschäftsführer des Forschungsinstituts Sotomo, diskutieren wir die Resultate gemeinsam mit Nora Ernst, Co-Präsidentin der Grünliberalen Kanton Zürich, und Filippo Leutenegger, Präsident der FDP Kanton Zürich.